Familienmediation Mainz

Scheidungsmediation
Sorgerechtskonflikte 
Erbschaftsmediation 


Sie haben Stress?

Konflikte und Streitereien sind anstrengend. Gerade dann, wenn sie sich in der Familie abspielen. Sie ziehen sich manchmal über Jahre hin, sie kosten Energie, Frust, manchmal die Beziehung. 

Mediation tut gut

Das wichtigste an der Mediation ist das Zuhören. Der Mediator erzeugt eine ruhige und wertschätzende Atmosphäre. Vieles ist gewonnen, wenn beide Seiten sich wirklich verstanden fühlen. Manchmal kann das echt Arbeit sein. Doch wenn es gelingt, war es allemal die Mühe wert. 

Unsicher, ob die Mediation für Ihre Situation geeignet ist?

Ich gebe Ihnen gerne eine kostenlose Verfahrensberatung! Rufen Sie mich einfach mal an oder schreiben Sie mir eine Mail:

Dicke Luft um die Erbschaft

- Ein Beispielsfall* -

Frau Müller aus Mainz ruft mich an. Sie erzählt, dass sie Ärger mit Ihrem Bruder hat. Die gemeinsame Schwester ist gestorben und der Bruder weigere sich nun, die Erbschaft auszuzuahlen. Außerdem würde noch die neuzigjährige Mutter und die langjährige Lebensgefährtin der Verstorbenen mit drin hängen. Die Sache ist also ziemlich kompliziert.

Als erstes bespreche ich mit Frau Müller, wie man ihren Bruder für die Mediation gewinnen könnte. Ich erkläre ihr folgendes: 

Wenn ich für sie den Bruder anrufe, besteht die Gefahr, dass er mich als den Agenten von Frau Müller wahrnimmt und daher meine Neutralität anzweifelt. Allerdings besteht der Vorteil, dass ich als Mediator vielleicht ein bisschen besser "Werbung" für die Mediation machen kann und mögliche Gegenfragen oder Zweifel einfacher aus der Welt schaffen kann. 

Wenn sie selbst versucht, ihren Bruder für die Mediation zu gewinnen, ist dabei das Problem, dass sich ja beide in einem Konflikt befinden und sowieso schon kaum miteinander reden können. Es wird ihnen oft schwer fallen, sich auf irgendetwas zu einigen.

Wir entscheiden uns also dafür, dass ich zuerst mit dem Bruder Kontakt aufnehme. Dieser ist zunächst skeptisch, lässt sich dann aber auf einen "Testtermin" ein.

Im Mediationstreffen haben nun beide Seiten abwechselnd Gelegenheit, mir ausführlich ihre Sicht der Dinge darzustellen. Die jeweils andere Seite hört dabei zu und ist ruhig. So sind die Regeln, auch wenn es oft schwer fällt. 

Vordergründig geht es darum, dass der Bruder gerne die komplette Erbschaft der Mutter überlassen möchte, einschließlich des gesetzlichen Anteils von Frau Müller. Frau Müller möchte aber erstens selbst über ihren Erbteil verfügen und zweitens möchte sie auch die langjährige Lebensgefährtin mit einbeziehn, die mangels Testament nach der Gesetzeslage leer ausgehen würde.

Schnell wird aber klar, dass es hier nicht allein um die Erbschaft geht. Das Verhältnis der Geschwister scheint bereits seit frühester Kindheit an angespannt und kompliziert zu sein. In den letzen Jahren hat sich die Beziehung weiter verschlechtert, weil sich der Bruder bei der Pflege der mittlerweile bettlägerigen Mutter alleine gelassen fühlt. Beide Seiten zeigen kein Interesse daran, ihr Miteinander zu verbessern.

Die Mediation ist jedoch immer auf die Zukunft gerichtet. Ich rege die Medianden daher dazu an, über ihre Alternativen zur Mediation nachzudenken. Schnell wird klar, dass beide Seiten wenig Interesse daran haben, das ganze vor Gericht gehen zu lassen. Und andere Alternativen fallen ihnen nicht ein.

In der Folge gelingt eine Einigung: Der Bruder wird Frau Müller unter Protest ihren gesetzlichen Pflichtteil auszahlen. Beide kommen darin überein, ihren Kontakt miteinander von nun an abzubrechen. 

Mir als Mediator hätte es natürlich mehr Freude bereitet, wenn eine Heilung der Beziehung gelungen wäre. Allerdings bemerke ich doch, dass beide Seiten einen durchaus zufriedenen Eindruck machen. Der Kontaktabruch ist zwar einerseits Ausdruck eines Scheiterns, andererseits enthält er auch eine saubere Klärung der Verhältnisse, was auf beide Geschwister befreiend und erleichternd wirkt.

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* Zum Schutz der Medianden Namen geändert und Sachverhalt leicht verfremdet. 

Wie bereite ich mich auf eine Mediation vor?

Vor Beginn der Mediation sollten Sie sich ein paar Gedanken darüber machen, was wohl passiert, wenn eine einvernehmliche Regelung nicht erreicht werden kann. So erhalten Sie einen Maßstab dafür, wie viel Ihnen eine friedliche Einigung mit Ihrem Konfliktpartner wert ist und ab welchem Punkt Sie vielleicht nicht mehr mitgehen möchten. 

Insbesondere sollten Sie für sich folgende Fragen klären: 

  • Was wird passieren, wenn die Sache ohne Mediation weiter läuft? 
  • Wie lange wird der Streit noch vor sich hin köcheln? 
  • Wird es zu einem Gerichtsverfahren kommen? 
  • Wie schätzen Sie in diesem Fall (ggf. nach vorheriger Rechtsberatung bei einem Anwalt) Ihre Prozessrisiken ein?
  • Wie viel Energie wird Sie das kosten? 
  • Wie viel Geld? 
  • Wie sehr wird Ihre Beziehung zu Ihrem Konfliktpartner leiden und wie wichtig ist das für Sie? 

Die Mediationsprinzipien

  • Neutralität: Als Mediator bin ich absolut neutral und allparteilich. 
  • Verschwiegenheit: Ich bin gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Oft empfiehlt es sich, dass auch die Konfliktpartner untereinander Vertraulichkeit vereinbaren. 
  • Offenheit: Während nach außen Verschwiegenheit herrscht, sollten nach innen möglichst alle relevanten Informationen auf den Tisch.
  • Eigenverantwortlichkeit: Die Parteien bestimmen das Ergebnis. Der Mediator ist allein für den Prozess zuständig und hat keinerlei eigene Entscheidungsbefugnis. 
  • Freiwilligkeit: Beide Konfliktpartner können die Mediation jederzeit abbrechen.