Nachbarschaftsmediation Mainz

Konflikte zwischen Nachbarn
zwischen Mieter und Vermieter

Sie haben Ärger?

Konflikte und Streitereien sind anstrengend. Gerade dann, wenn sie sich in der Nachbarschaft abspielen. Man kann sich schwer vor dem Konflikt zurückziehen, weil er einem ja gerade zu Hause immer wieder begegnet. Das zieht sich manchmal über Jahre hin, kostet Energie und Frust. 

Mediation hilft

Das wichtigste in der Mediation ist der Respekt. Sie müssen mit Ihrem Nachbarn natürlich nicht beste Freunde werden. Aber ein gemeinsamer Umgang, der auf Akzeptanz und Respekt beruht, wird Ihre Lebens- und Wohnqualität steigern. Wenn eine solche Basis erst mal erreicht ist, lassen sich die vorhandenen Sachprobleme oft relativ unkompliziert aus der Welt schaffen.  

Unsicher, ob die Mediation für Ihre Situation geeignet ist?

Ich gebe Ihnen gerne eine kostenlose Verfahrensberatung! Rufen Sie mich einfach mal an oder schreiben Sie mir eine Mail:

Der schreckliche Spitzahorn

Ein Beispielsfall*

Frau Salomon ruft mich an. Sie erzählt, dass sie Probleme mit ihrem Nachbarn, Herrn Schneider hat. Auf dem Grundstück von Herrn Schneider wächst ein Spitzahorn. Noch handelt es sich zwar um ein relativ kleines Bäumchen, Frau Salomon weiß aber, dass diese Pflanzen verdammt hoch werden können. Sie hat nun Angst, dass ihr Garten auf lange Sicht in den Schatten gestellt werden könnte. Ihre Bitte, den Baum zu entfernen, habe Herr Schneider rund heraus abgelehnt.
 

Als erstes bespreche ich mit Frau Salomon, wie man Herrn Schneider für die Mediation gewinnen könnte. Ich erkläre ihr folgendes: 

Wenn ich für sie bei Herrn Schneider anrufe, besteht die Gefahr, dass er mich als den Agenten seiner Nachbarin wahrnimmt und daher meine Neutralität anzweifelt. Allerdings besteht der Vorteil, dass ich als Mediator vielleicht ein bisschen besser "Werbung" für die Mediation machen kann und mögliche Gegenfragen oder Zweifel einfacher aus der Welt schaffen kann. 

Wir einigen uns also darauf, dass zuerst ich bei Herrn Schneider anrufe und ihm eine Mediation anbiete. Er reagiert zunächst verärgert. Er war davon ausgegangen, dass Frau Salomon seinen Baum akzeptiert habe. Auch nachdem ich ihn etwas beruhigt habe, ist er immer noch wenig begeistert von der Idee einer Mediation. Bevor die Sache aber zum Anwalt geht, willigt er schließlich in ein gemeinsames Treffen ein.

In der Mediation erhalten beide Seiten abwechselnd ausführlich Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzustellen, während die jeweils andere Seite zuhört, ohne zu unterbrechen. So sind die Regeln.

Herr Schneider schildert, dass er selbst viel Freude an seinem Spitzahorn hat. Außerdem sei das Bäumchen derart klein, dass von einer Verschattung ja wohl keine Rede sein könne. Er werde schon darauf achten, dass der Baum nicht zu groß werde. Es sei völlig unverhältnismäßig, den Baum deshalb zu fällen. 

An dieser Stelle wird klar, dass die Interessen beider Seiten im Grunde genommen ganz ähnlich sind. Beide möchten nicht, dass der Baum zu groß wird. Nur die Lösungsstrategien unterscheiden sich. Insbesondere geht es um Kontrolle und Zuständigkeit. Herr Schneider möchte sich einfach nicht so gern sagen lassen, was er in seinem eigenen Garten zu tun hat. Frau Salomon ist Verlässlichkeit und Berechenbarkeit wichtig. Sie möchte nicht fünf Jahre lang zuschauen müssen, wie der Baum immer größer wird, ohne dass etwas geschieht. 

In diesem Sinne versuche ich, ein gewisses gegenseitiges Verständnis zu fördern, was leitlich gelingt. Da keiner von beiden die Sache vor Gericht austragen oder sonst verschleppen möchte, fangen sie schließlich von alleine damit an, Lösungsvorschläge zu machen.

Schließlich einigen sich beide darauf, dass Herr Schneider den Baum maximal acht Meter wird wachsen lassen. Beide Seiten wirken am Ende erleichtert, dass die Sache damit vom Tisch ist.


---------------------
* Zum Schutz der Medianden Namen geändert und Sachverhalt leicht verfremdet.

Wie bereite ich mich auf eine Mediation vor?

Vor Beginn der Mediation sollten Sie sich ein paar Gedanken darüber machen, was wohl passiert, wenn eine einvernehmliche Regelung nicht erreicht werden kann. So erhalten Sie einen Maßstab dafür, wie viel Ihnen eine friedliche Einigung mit Ihrem Konfliktpartner wert ist und ab welchem Punkt Sie vielleicht nicht mehr mitgehen möchten. 


Insbesondere sollten Sie für sich folgende Fragen klären: 

  • Was wird passieren, wenn die Sache ohne Mediation weiter läuft? 
  • Wie lange wird der Streit noch vor sich hin köcheln? 
  • Wird es zu einem Gerichtsverfahren kommen? 
  • Wie schätzen Sie in diesem Fall (ggf. nach vorheriger Rechtsberatung bei einem Anwalt) Ihre Prozessrisiken ein?
  • Wie viel Energie wird Sie das kosten? 
  • Wie viel Geld? 
  • Wie sehr wird Ihre Beziehung zu Ihrem Konfliktpartner leiden und wie wichtig ist das für Sie? 

Die Mediationsprinzipien

  • Neutralität: Als Mediator bin ich absolut neutral und allparteilich. 
  • Verschwiegenheit: Ich bin gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Oft empfiehlt es sich, dass auch die Konfliktpartner untereinander Vertraulichkeit vereinbaren. 
  • Offenheit: Während nach außen Verschwiegenheit herrscht, sollten nach innen möglichst alle relevanten Informationen auf den Tisch.
  • Eigenverantwortlichkeit: Die Parteien bestimmen das Ergebnis. Der Mediator ist allein für den Prozess zuständig und hat keinerlei eigene Entscheidungsbefugnis. 
  • Freiwilligkeit: Beide Konfliktpartner können die Mediation jederzeit abbrechen.