Wirtschaftsmediation Mainz

zwischen Unternehmen
Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Unternehmen und Kunden

Es läuft nicht ganz rund?

Konflikte und Streitereien sind anstrengend; im Unternehmen, mit Kunden oder Konkurrenten. Insbesondere Gerichtsverfahren kosten Zeit, Geld und Arbeitskraft. Das Verhältnis zur anderen Konfliktpartei ist zerrüttet. Und manchmal gewinnt man den Prozess nicht einmal. 

Mediation spart Geld

Das wichtigste an der Mediation ist ihre Effizienz. In einer ehrlichen und wertschätzenden Atmosphäre können nicht nur Lösungen am unkompliziertesten besprochen werden, auch die Beziehung zur anderen Seite wird für die Zukunft geschont. Die meisten Menschen wollen gar keinen Streit. Diese zu verklagen, ist rausgeschmissenes Geld. Schaffen Sie Win-Win-Situationen. Machen Sie aus Ihrem Konflikt ein gemeinsames Problem und lösen Sie es kaufmännisch! 

Unsicher, ob die Mediation für Ihre Situation geeignet ist?

Ich gebe Ihnen gerne eine kostenlose Verfahrensberatung! Rufen Sie mich einfach mal an oder schreiben Sie mir eine Mail:

Winter is coming

Ein Beispielsfall*

Herr Klotz aus Wiesbaden ruft mich an. Er ist Handwerksmeister und steht in Konflikt mit einem Motel.  Dessen Geschäftsführer, Herr Schmidt habe sich bereits zu einer Mediation einverstanden erklärt.

In der Mediation erhalten beide Seiten abwechselnd ausführlich Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzustellen, während die jeweils andere Seite zuhört ohne zu unterbrechen. So sind die Regeln.

Herr Klotz hatte für sich und seine Kollegen für die Dauer mehrerer Monate bei Herrn Schmidt ein paar Zimmer zum Übernachten gemietet. Herr Klotz ist seit Jahren an verschiedenen Großbaustellen in der Nähe von Herrn Schmidts Motel tätig. Für Herrn Klotz und seine Kollegen lohnt es sich nicht, unter der Woche jeden Abend wieder nach Hause zu fahren, sodass sie auf die Zimmer bei Herrn Schmidt angewiesen sind.

Da auf dem nahe gelegenen Areal bereits seit über fünf Jahren gebaut wird, liefen die Geschäfte für Herrn Schmidt ganz gut.  Und man hat sich immer gut verstanden. 

Bis es zum Streit kam: Herr Schmidt gibt an, Herr Klotz habe bei ihm bereits vor 6 Monaten die Zimmer für ein ganzes Jahr reserviert. Dafür sei er, Herr Schmidt, sogar etwas mit dem Preis entgegen gekommen. Und er habe Anfragen anderer Interessenten ablehnen müssen. Nun habe aber Herr Klotz ihm kurzfristig mitgeteilt, dass er die Zimmer schon jetzt, nach gerade mal der Hälfte der vereinbarten Zeit nicht mehr benötige und daher auch nicht mehr bereit sei, weiter dafür Miete zu bezahlen.

Herr Klotz ist über diese Darstellung verärgert. Ich ermahne ihn mehrmals, seinem Konfliktpartner nicht ins Wort zu fallen. Als er selbst an der Reihe ist, streitet er ab, dass es eine klare Zeitvereinbarung gegeben habe. Vielleicht sei nur mal ein wager Begriff gefallen, in dem Sinne, dass er eben für dieses Jahr Interesse an den Zimmern habe. Damit habe er sich aber selbstverständlich nur auf das Kalenderjahr bezogen. Jetzt stehe der Winter vor der Tür, da sei es doch klar, dass auf der Baustelle alles ruht. Wieso hätte er denn dann weiterhin Zimmer reservieren sollen.

Mein Eindruck ist, dass beide Seiten sich gegenseitig nichts Böses wollen und tatsächlich einfach ein Missverständnis vorgelegen hat. Beide Seiten wirken frustriert und sehen sich gegenseitig als Bedohung für Ihre Interessen. 

Ich versuche beide Seiten dazu anzuregen, sich einmal in den jeweils anderen hinein zu versetzen. Ich arbeite mit ihnen gemeinsam heraus, dass sie sich eigentlich wohl genonnen sind und die Situation für beide ärgerlich ist. Nachdem so ein Grundkonsens geschaffen ist, spreche ich mit ihnen über ihre Zukunft. Schnell wird klar, dass beide voneinander profitieren. Herr Klotz war für Herrn Schmidt immer ein guter Kunde. Und umgekehrt sind Herrn Schmidts Zimmer für Herrn Klotz und seine Mitarbeiter viel angenehmer, als irgendwelche Bauarbeiterbarracken.

Ich spüre, dass das Klima langsam versöhnlich wird. Ich bitte daher beide Seiten, doch einfach mal ein paar Lösungsvorschläge zu machen, die irgendwie fair sein könnten. 

Relativ unkompliziert einigen sich beide Seiten dann darauf, dass Herr Klotz zwar aus dem Mietvertrag entlassen wird, er dafür aber einen Teil des Rabatts zurück zahlt und sich außerdem jetzt schon schriftlich dazu verpflichtet, nächstes Jahr während der Bausaison wieder für sechs Monate das Angebot von Herrn Schmidt in Anspruch zu nehmen.

Beide Seiten wirken damit ganz zufrieden. 

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* Zum Schutz der Medianden Namen geändert und Sachverhalt leicht verfremdet. 

Wie bereite ich mich auf eine Mediation vor?

Vor Beginn der Mediation sollten Sie sich ein paar Gedanken darüber machen, was wohl passiert, wenn eine einvernehmliche Regelung nicht erreicht werden kann. So erhalten Sie einen Maßstab dafür, wie viel Ihnen eine friedliche Einigung mit Ihrem Konfliktpartner wert ist und ab welchem Punkt Sie vielleicht nicht mehr mitgehen möchten. 

Insbesondere sollten Sie für sich folgende Fragen klären: 

  • Was wird passieren, wenn die Sache ohne Mediation weiter läuft? 
  • Wie lange wird der Streit noch vor sich hin köcheln? 
  • Wird es zu einem Gerichtsverfahren kommen? 
  • Wie schätzen Sie in diesem Fall (ggf. nach vorheriger Rechtsberatung bei einem Anwalt) Ihre Prozessrisiken ein?
  • Wie viel Energie wird Sie das kosten? 
  • Wie viel Geld? 
  • Wie sehr wird Ihre Beziehung zu Ihrem Konfliktpartner leiden und wie wichtig ist das für Sie? 


Die Mediationsprinzipien

  • Neutralität: Als Mediator bin ich absolut neutral und allparteilich. 
  • Verschwiegenheit: Ich bin gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Oft empfiehlt es sich, dass auch die Konfliktpartner untereinander Vertraulichkeit vereinbaren. 
  • Offenheit: Während nach außen Verschwiegenheit herrscht, sollten nach innen möglichst alle relevanten Informationen auf den Tisch.
  • Eigenverantwortlichkeit: Die Parteien bestimmen das Ergebnis. Der Mediator ist allein für den Prozess zuständig und hat keinerlei eigene Entscheidungsbefugnis. 
  • Freiwilligkeit: Beide Konfliktpartner können die Mediation jederzeit abbrechen.